Menü

Ausschreibungen und Wettbewerbe



Öffentliche Ausschreibungen

 

 

Unsere öffentlichen Ausschreibungen für die Bereiche Neubau, Modernisierung und Instandhaltung geben wir auf dem Vergabemarktplatz Westfalen bekannt. Die Ausschreibungsunterlagen sind direkt abrufbar unter www.vergabe-westfalen.de


Wettbewerbe

 

 

Aktuell sind alle Wettbewerbe schon gestartet oder befinden sich in einer frühen Entwicklungsphase. Sobald neue Wettbewerbe ausstehen, finden Sie die Termine hier.


Wettbewerbsergebnisse

Wettbewerbsergebnisse: Wohnprojekt "Wohnen mit Aussicht" in Münster-Gievenbeck | Städtisches Wohnen in der ehemaligen Oxfordkaserne

1. Preisträger

3pass Architekten Stadtplaner Part mbB, Köln

Mitarbeiter: Jan Kamper (freier MA), Veronika Howe, Sonja Noßuta, Benedikt Völkel

 * * *

Beurteilung des Preisgerichts:

Die schwierige Aufgabe zwischen denkmalgeschützten ehemaligen Kasernengebäuden und offenem Landschaftsrand das erste Baugebiet auf der Fläche der einstigen Oxford-Kaserne zu entwickeln, wird mit Bravour gelöst:

Ein klar erkennbarer Auftakt für - bzw. Eingang in - das neue Quartier, ein wohl proportionierter zentraler Begegnungsraum und schließlich richtig dimensionierte Übergänge in den Grünzug. Die Gebäude bilden harmonische Binnenräume, die Stellung der hohen Gebäude zu einander und ebenso zum Freiraum überzeugen.

Die Anforderungen des ruhenden Verkehrs werden mit Lage und Dimension der Tiefgaragen-Zufahrten erfüllt. Die oberirdischen Stellplätze reichen in der Anzahl nicht aus. Zudem ist die Lage in Teilbereichen (z. B. westlicher Grünsaum) nicht überzeugend.

Qualität, Anzahl und Bezug zum geforderten Wohnungsmix werden in den Grundrissen weitgehend erfüllt.

Die Fassaden gefallen in Materialwahl, Ausformulierungen und Anmutung durchaus und lassen positiverweise eine Nutzerzuordnung vermissen. Wenn die Außenanlagen, insbesondere bezogen auf den ruhenden Verkehr, optimiert würden, erscheint der Beitrag insgesamt sehr gut realisierbar.

 

  • 2. Preisträger

    farwick + grote ARCHITEKTEN BDA STADTPLANER PartmbB, Ahaus

    Mitarbeiter: M.A. Arch. Tanja Rudde, M.A. Arch. Helena Kara, Mara Löser

    * * *

    Beurteilung des Preisgerichts

    Der Entwurf zeichnet sich durch eine überdurchschnittliche Programmerfüllung aus. Die geforderte Wohnungsanzahl der öffentlich geförderten Einheit wird um 14 Wohnungen übertroffen, die der frei finanzierten Wohnungen um 20 Einheiten. Gleichwohl wird die Verhältnismäßigkeit des Bruttorauminhaltes zur Wohnfläche eingehalten.

    Die sehr gute Ausnutzung des Grundstücks führt nicht zu einer übermäßigen Verdichtung.

    Mit der Gebäudestellung und den teilweise zusammenhängenden Baukörpern werden qualitätvolle Außenräume geschaffen. Die geschlossenen Gebäudeecken der sich überschneidenden Baukörper werden kritisch gesehen.

    Gleichzeitig bleibt eine räumliche Verknüpfung zu den angrenzenden Grünräumen erhalten, wobei die Nord-Süd-Verbindung starr wirkt und hinsichtlich der Raumbildung hinter der Erwartung zurückbleibt.

    Durch die Überhöhung der Randbaukörper wird eine angemessene Torsituation zum Gesamtwohnquartier geschaffen. An dem vorgelagerten Quartiershof werden folgerichtig die Allgemein- und Gewerberäume platziert.

    Die Wohnungsgrundrisse entsprechen größtenteils den wohnungswirtschaftlichen Anforderungen. Die Funktionen der öffentlich geförderten und frei finanzierten Wohnungen sind so angeordnet, dass ein sozial gemischtes Quartier entsteht.

    Über die Erdgeschossebene werden alle Wohnungen direkt an die halböffentlichen Höfe angebunden. Die Verkehrsflächen innerhalb der EG-Zonen in den Gebäuden sind sehr großflächig ausgelegt. 

    Die Wohnungsgrundrisse in dem sieben-geschossigen Gebäude sind nicht optimal gestaltet. Weiter sind bei einigen Wohnungen in den übrigen Gebäuden u. a. die Wohnzimmer deutlich zu schmal.

    Die PKW-Stellplätze werden überwiegend in zwei Tiefgaragen untergebracht. Die ausgewiesene Großgarage ist nicht akzeptabel, die Zufahrt der zweiten Tiefgarage in der Eingangsgrünzone nicht gewünscht.

    Die Fassaden werden in hellem Ziegelmaterial geplant und passen sich in der Farbgestaltung gut den denkmalgeschützten Gebäuden an. Insgesamt wird die Fassadenstruktur bzw. der Fassadenentwurf aber kontrovers diskutiert.

  • Anerkennungen

    behet bondzio lin architekten GmbH & Co. KG, Münster

    Mitarbeiter: Pavla Brinkmann, Mark Streich, Larissa Rohr, Elahe Maleki, Ismaeel Hosseini SAL Landschaftsarchitektur GmbH, Landschaftsarchitekt Bracht, M.Eng. Landschaftsarch. Emily Brüggemann, M.Sc. Landschaftsarch. Gregor Schütze, B.Eng. Freiraumplanung Nathalie Brinckwirth

    ***

    Beurteilung des Preisgerichts

    Eine Konfiguration von sieben Baukörpern bildet einen maßstäblichen und gut situierten, stufenlosen Platz, der Raum für nachbarschaftliches Leben und Aktivitäten bietet. Von hier aus sind die meisten Eingangsbereiche ein-sehbar. Gleichzeitig führen Wege zwischen den Gebäuden ins umgebende Grün und bilden einen direkten Anschluss an und in das freiräumliche Umfeld. Der Platz kann vielfältig und flexibel genutzt werden und ist Begeg-nungsort und Parkraum mit dezentral angeordneten, kleinen Parktaschen.

    Kurze Zeilen (2-3-Spänner) und stadtvillenartige, kompakte Kubaturen (maximal 8-Spänner) ermöglichen eine differenzierte Vielfalt an Wohnungstypen. In den unteren Geschossen befinden sich Loggien, in den oberen Balkone und Gemeinschaftsterrassen.

    So wird der Blick auf den Hof und den grünen Freiraum für alle Bewohner ermöglicht. Insbesondere die effiziente Kompaktheit der Stadtvillen bietet Potenzial für bezahlbares Wohnen und reduziert die Überbauung zugunsten des Freiraums.

    Die Überschreitung der Höhen entgegen der Festsetzungen im Bebauungsplan bei drei Baukörpern - um jeweils ein Geschoss - wird kritisch gesehen. Der Entfall dieser Geschosse würde die Anzahl der geforderten Wohnungen mindern. Die Lage und Dimensionierung der Einfahrten zu den Tiefgaragen sind nicht überzeugend, obwohl es positiv gesehen wird, diese in die Gebäude zu integrieren. In den Planunterlagen sind deutlich weniger Stellplätze nachgewiesen als angegeben, was die gezeigten Qualitäten des Freiraumes in Frage stellt.


    Hilger Architekten, Münster

    Mitarbeiter: Dott. M. Arch. Ciro Cirillo | Dipl.-Ing. Architektin Yvonne Malcherek | Landschaftsarchitekten Morbach + Wermeyer, Sassenberg

    ***

    Beurteilung des Preisgerichts

    Mit der Planung der Neubebauung wird die städtebauliche Struktur übernommen und das Karree mit einer ViergeschossigenWohnbebauung mit Staffelgeschoss geschlossen. Eine Erhöhung auf sieben Geschosse erfolgt im südöstlichen Bereich zur Hammer Straße und bildet somit eine Raumgrenze zu den großflächigen Straßenkreuzungsbereich.

    In dem Grundstücksinnenbereich wird ein weiterer Baukörper angeordnet, der mit der Straßenrandbebauung einen ruhigen Innenhof bildet. Die Viergeschossigkeit im Innenbereich und die Siebengeschossigkeit zum Kreuzungsbereich müssen hinterfragt werden und lösen gegebenenfalls ein Bebauungsplanverfahren aus.

    Die Kita wird als separater Baukörper an der Burgstraße geplant -ohne bauliche Verbindung zur Tiefgarage- und kann im 1. Bauabschnitt problemlos errichtet werden.

    Die Planung der Kita über drei Geschosse mit der Spielfläche auf der 3. Ebene muss brandschutzrechtlich geprüft werden. Zudem sind die Spielflächen zu klein dimensioniert.

    Das geforderte Raumprogramm wird sehr gut umgesetzt und der Wohnungsmix gut eingehalten. Die Gemeinschaftsräume sind gegenüber dem Raumprogramm zu groß.

    Problematisch wird die Planung der Gemeinschaftsräume im Innenbereich angesehen, weil lange Zugänge notwendig sind und keine direkte Auffindbarkeit gegeben ist. Zudem ist der Innenhof sehr eng und wird damit in Verbindung mit der Geschossigkeit ein dunkler Raum. Ausserdem sind die Terrassen und Balkone der Wohnungen zum engen Innenhof ausgebildet. Die Wohnungen werden von außen von den Straßen aus erschlossen.

    Die kleinteilige Zugangsplanung über 6 Treppenhäuser wird als nicht wirtschaftlich angesehen. Die Freistellung des Kita-Gebäudes erfordert eine zweigeschossige Tiefgarage, die wirtschaftlich fragwürdig ist. Die notwendigen Pkw- und Fahrradstellplätze sind nachgewiesen.

  • Protokoll