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Ausschreibungen und Wettbewerbe



Öffentliche Ausschreibungen

Unsere öffentlichen Ausschreibungen für die Bereiche Neubau, Modernisierung und Instandhaltung geben wir auf dem Vergabemarktplatz Westfalen bekannt. Die Ausschreibungsunterlagen sind direkt abrufbar unter www.vergabe-westfalen.de


Wettbewerbe

Aktuell sind alle Wettbewerbe schon gestartet oder befinden sich in einer frühen Entwicklungsphase. Sobald neue Wettbewerbe ausstehen, finden Sie die Termine hier.


Wettbewerbsergebnisse

Wettbewerbsergebnisse: Wohnprojekt und Kita St. Josefschule in Münster - Städtisches Wohnen und Kinderbetreuung im Südviertel

1. Preisträger

SBDA SCHNOKLAKE BETZ DÖMER ARCHITEKTEN PartgmbB, Münster

Mitarbeiter: B. A. (Arch) Nicolas Mettenbrink, M. Sc. Architektur und Stadtplanung Claudia Deppe

 * * *

Beurteilung des Preisgerichts:

Das städtebauliche Konzept antwortet geschickt auf das städtebauliche Umfeld. Die C-förmige Bebauung entlang der Horn- und Hermannstraße schließt den Blockrand und schirmt den nach Süd-Osten ausgerichteten Innenhofbereich vom öffentlichen Straßenraum ab. Durch die Auflösung in einzeln ablesbare Gebäude, die sowohl in der Höhenstaffelung variieren, als auch durch Vor- und Rücksprünge unterschiedliche Vorbereiche bieten, passt sich das Gebäudeensemble in diese städtebauliche Situation ein und ermöglicht den weitgehenden Baumerhalt entlang der Burgstraße. Hierbei wird der Vorbereich Ecke Hermannstraße/ Burgstraße besonders positiv gewertet.

Das Gebäudeensemble umschließt einen nahezu quadratischen Innenhof, der als gemeinschaftliche Mitte des neuen ‘Wohnquartiers‘ gelesen werden kann. Im Zusammenspiel mit den zentral angeordneten Gemeinschaftsräumen wird das Konzept des Wohnprojektes Südviertelhof überzeugend abgebildet. Darüberhinaus bieten die direkt an die Gemeinschaftsräume orientierten Treppenräume eine gute Anbindung der Wohnung und fördern die selbstverständliche Begegnung der Bewohner im ‘Südviertelhof‘.

Die teilweise natürlich belichteten Treppenräume wurden positiv gewertet. Die angebotenen Wohnungen entsprechen im Wesentlichen dem geforderten Wohnungsmix, jedoch wird die angestrebte Wohnfläche nicht erreicht.

Die Gliederung und Rhytmisierung der Fassaden entspricht der Wohnnutzung, die Ausbildung der Freisitze in Form von Loggien reagiert auf den urbanen Kontext und bietet geschickte Freibereiche mit einer wohltuenden Privatheit. Die dargestellte Wohnsituation lässt eine wirtschaftliche Realisierung erwarten. Die optimierte Innenerschließung führt zu einseitig ausgerichteten Wohnungen.

Die Kita ist trotz der Anordnung über 3 Geschosse gut organisiert, die je Geschoss zugeordneten Freibereiche bieten individuelle kleinteilige Außenflächen, die über die Außentreppen untereinander verbunden sind. Die notwendigen Entfluchtung der einzelnen Gruppen ist noch nicht im vollen Umfang erreicht. Die noch erforderliche Flächenanpassung kann aufgrund der Solitärstellung unproblematisch erzielt werden.

Insgesamt bietet der Entwurf ein überzeugendes Gesamtkonzept, das in besonderer Weise die Anforderung des neuen Wohnquartiers Südviertelhof erfüllt und zum selbstverständlichen Baustein des Gesamtquyrtiers wird. Das gesamt voluminöse Erscheinungsbild des 6-geschossigen Gebäudes wird kritisch diskutiert. Aufgrund der maximalen Gebäudehöhe von 19,70m ist die planungsrechtliche Einschätzung nach § 34 BauGB fraglich.

  • 2. Preisträger

    3pass Architekten Stadtplaner Part mbB, Köln

    Mitarbeiter: Monika de Tintis, Anna Fries, Sonja Noßuta und Benedikt Völkel

    * * *

    Beurteilung des Preisgerichts

    Städtebau

    In der städtebaulichen Figur wird eine Blockrandbebauung gebildet, die auf die Grünstruktur (Bestandsbäume) wie auf die umgebende Bebauung und die Kreuzung Herrmannstraße/ Burgstraße/ Hammer Straße reagiert. Durch gefaltete Dachflächen und schräge Traufen wird zwischen hohen Gebäudeteilen und niedrigerer Umgebungsbebauung vermittelt. Insgesamt entsteht ein monolithischer Baukörper, der nach außen eine eher geschlossenen Hülle bildet. Diese geschlossene Hülle wird allerdings durch eine abgesetzt Sockelzone, durch Loggien und z.T. außen laufende Gänge im 2. OG aufgelöst.

    Der Innenhof ist durch seine Formgebung und klare Nutzungszuordnung überschaubar, Die Höhe der nach Südwest orientierten Kita ermöglicht eine gute Belichtung der Wohnungen zu dieser Seite. Die Abstandsfläche zum Nachbarn an der Hornstraße ist zu überprüfen.

    Grundrisse

    Für die Grundrisse ergibt sich sowohl in der Typologie als auch in den Erschließungen eine hohe Vielfalt. Wohnungen an den Treppenhäusern wechseln sich ab mit Maisonettwohnungen (Hornstraße) mit Reihenhauscharakter und Wohnungen an Laubengängen.

    Im Detail gibt es an einigen Punkten Grundrisse mit großen Verkehrsflächen, die sich allerdings aus der Gebäudegeometrie ergeben (Eckwohnungen). Freisitze oder Balkone sind überall gegeben (nach erstem Eindruck). Die durchgehende Viergeschossigkeit mit dem Abstand zur Straße ergibt sich eine wohlbegründete geringere Ausnutzung des Grundstücks und in der Gesamtzahl der Wohnungen und in der Wohnfläche eine Minus gegenüber dem Raumprogramm. Auch in der Betrachtung der einzelnen Typen ergeben sich Abweichungen, die im Detail bewertet werden müssen.

    Gemeinschaft

    Begegnung und die Ausbildung der Gemeinschaftsflächen sind gut durchdacht und in einzelnen Bereichen entwurfsleitend, ohne dass es zu Lasten der Privatheit für die einzelnen Wohnungen geht. Die Anordnung aller Gemeinschaftsflächen in einem der Kreuzung zugeordneten Bereich kann noch einmal hinterfragt werden zugunsten einer stärkeren Verteilung auf z.B. zwei Bereiche im Gebäude. Die Idee eines umlaufenden verbindenden Ganges auf der ebene des Daches der Kita schafft Möglichkeiten der Verbindung sowohl innerhalb der Bewohnerschafft als auch zwischen Wohnhaus und Kita, die allerdings im Detail noch alltagstauglich verhandelt und ausgebildet werden muss. Die Verbindung über die Gänge in dieser Ebene funktioniert für die Bewohnerschaft aber auch ohne die Verbindung über die Kita, allerdings dann nicht mehr als Rundlauf.

    Kita

    Die Kita über zwei Geschosse erfüllt das Raumprogramm und bietet direkt zugeordnete Freiflächen auf der Hofebene und auf dem Dach, eine barrierefreie Erschießung der Dachfläche ist nicht dargestellt. Eine Besonderheit ist die überbaute Spielbühne, die bei guter Ausgestaltung eine hohe Attraktivität erhalten kann und gleichzeig den Hof zur Straße hin abschließt.

    Fassade und Materialität

    Die Fassaden sind nach außen nicht stark differenziert. Es gibt eine klare Trennung in der Formensprache und in der Materialität zwischen der Straßenfassade und dem Innenhof. Die Kita setzt sich als Teil der Hofbebauung ebenfalls ab.

    Stellplätze und Tiefgarage

    Es werden ausreichend Stellplätze in der Tiefgarage dargestellt.

    Abschnittsbildung

    Die Bildung von zwei Bauabschnitten ist vermutlich möglich, birgt allerdings im Detail einige Aufgaben, die zu lösen

    sind:

    • Enge Anlehnung an den Nordflügel der bestehenden Schule
    • Definition und bauliche Herstellung einer Trennlinie in der Tiefgarage
    • Überbauung der Kita im Süden mit Wohnungen und Anschluss an den zweiten Bauabschnitt

    Damit entsteht für die Abschnittsbildung ein erhöhter Aufwand.

    Insgesamt ist der Entwurf kompakt. Das Thema Gemeinschaft wird gut definiert und ausgearbeitet. Der Entwurf zeigt insgesamt eine gute Lösung für die komplexe Aufgabenstellung.

  • 3. Preisträger

    happarchitecture. JJH Architekten GmbH, Frankfurt am Main

    Mitarbeiter: Matthias Scholz und Max Brylla

    * * *

    Beurteilung des Preisgerichts

    Städtebau

    Der Entwurfsverfasser beantwortet die Aufgabe mit einer C-förmigen Großform. Dadurch orientiert sich das Gebäude zum Blockinnern und schafft so eine Funktionseinheit aus KIita-Außenfläche, Spielplatz und Innenhof. Die Schaffung von kleinteiligen Bauvolumina wird hier nicht angestrebt. Charakteristisch ist die gewellte Fassadenform zur Hermannstraße mit dem Ziel, die Bäume zu erhalten.

    Funktion

    Das Raumprogramm wird weitestgehend erfüllt. Die Clusterwohnungen sind zu groß geplant und damit nicht förderfähig. Die Wohnungen sind zum Durchwohnen geplant und funktionieren gut. Die Stapelung von Geschossen verheißt eine wirtschaftliche Umsetzung.

    Anmutung

    Es wird bemängelt, dass Form und Inhalt nicht kohärent sind. Das Gebäude wirkt wie ein konventioneller Geschosswohnungsbau und spiegelt die besondere Form der Nutzung (Wohngruppe) nicht wider. Die Fassade zur Hermannstraße wirkt durch die durchgängige Rasterung zu massiv und zu wenig kleinteilig bzw. differenziert. Die Fassaden zur Hornstraße sind angemessen.

    Umsetzbarkeit

    Die Umsetzung der Maßnahme in zwei Bauabschnitten ist aufgrund des direkten Anschlusses der Kita an das Schulgebäude nur schwer vorstellbar. Der Erschließungsauwand wird mit sechs Treppräumen als hoch eingeschätzt.

    Kita

    Die Kita-Aussenflächen sind umsetzbar und groß genug. Die innere Organisation ist funktional sinnvoll und gut gelöst. Die Entwurfssituation aus jeder Nutzungseinheit erscheint genehmigungsfähig.

    Wohngruppe

    Die Auffindbarkeit und Lage des Gemeinschaftsraumes wird kritisiert. Der Entwurf spiegelt zu wenig die Idee einer Wohngruppe wider. Das Gemeinschaftsgrün ist nicht vom Gebäude aus, sondern nur von Außen über die Hornstraße erschlossen und wirkt wie eine Restfläche.

  • Anerkennungen

    Naumann Wasserkampf Architekten PartGmbB, Weimar

    Mitarbeiter: Matthias Scholz und Max Brylla

    ***

    Beurteilung des Preisgerichts

    Dieser Entwurf zeichnet sich durch eine hohe Erfüllung der Vorgaben gemäß der Auslobung aus. Die Aufgabenstellung ist funktional zutreffend erfüllt. Hinsichtlich der verkehrlichen Abwicklung, der möglichen Bauabschnittsbildung und des Einfügens im Sinne des § 34 BauGB bestehen keine grundlegenden Bedenken. Die Vorteile des wirtschaftlichen-seriellen Entwurfrasters werden durch die daraus entstehende gestalterische Monotonie, insbesondere in der Fassadenabwicklung im Verlauf der Hermannstraße, aufgesogen. Von einem Erhalt der Bestandsbäume ist nicht auszugehen. Die Chance auf Privatheit und Aufenthaltsqualität des Innenhofes (Besonnung von Süden und Westen) wird durch die Emissionen der Tiefgaragenzufahrten tendenziell verspielt, der Hof wird durch die beidseitige Erschließung halböffentlich. Die Nutzflächen der Kita überschreiten die Grenzen des Förderfähigen. Offen bleibt die Erschließung der erforderlichen Freiflächen auf der Dachebene der Kita. Positiv ist die erdgeschossige Lage und Organisation der Gemeinschaftsräume zu bewerten. Besonders zu würdigen ist der Ansatz des kosten- und ressourcensparenden Wohnungsbaus in dieser Entwurfsarbeit.


    Hilger Architekten, Münster

    Mitarbeiter: Dott. M. Arch. Ciro Cirillo | Dipl.-Ing. Architektin Yvonne Malcherek | Landschaftsarchitekten Morbach + Wermeyer, Sassenberg

    ***

    Beurteilung des Preisgerichts

    Mit der Planung der Neubebauung wird die städtebauliche Struktur übernommen und das Karree mit einer ViergeschossigenWohnbebauung mit Staffelgeschoss geschlossen. Eine Erhöhung auf sieben Geschosse erfolgt im südöstlichen Bereich zur Hammer Straße und bildet somit eine Raumgrenze zu den großflächigen Straßenkreuzungsbereich.

    In dem Grundstücksinnenbereich wird ein weiterer Baukörper angeordnet, der mit der Straßenrandbebauung einen ruhigen Innenhof bildet. Die Viergeschossigkeit im Innenbereich und die Siebengeschossigkeit zum Kreuzungsbereich müssen hinterfragt werden und lösen gegebenenfalls ein Bebauungsplanverfahren aus.

    Die Kita wird als separater Baukörper an der Burgstraße geplant -ohne bauliche Verbindung zur Tiefgarage- und kann im 1. Bauabschnitt problemlos errichtet werden.

    Die Planung der Kita über drei Geschosse mit der Spielfläche auf der 3. Ebene muss brandschutzrechtlich geprüft werden. Zudem sind die Spielflächen zu klein dimensioniert.

    Das geforderte Raumprogramm wird sehr gut umgesetzt und der Wohnungsmix gut eingehalten. Die Gemeinschaftsräume sind gegenüber dem Raumprogramm zu groß.

    Problematisch wird die Planung der Gemeinschaftsräume im Innenbereich angesehen, weil lange Zugänge notwendig sind und keine direkte Auffindbarkeit gegeben ist. Zudem ist der Innenhof sehr eng und wird damit in Verbindung mit der Geschossigkeit ein dunkler Raum. Ausserdem sind die Terrassen und Balkone der Wohnungen zum engen Innenhof ausgebildet. Die Wohnungen werden von außen von den Straßen aus erschlossen.

    Die kleinteilige Zugangsplanung über 6 Treppenhäuser wird als nicht wirtschaftlich angesehen. Die Freistellung des Kita-Gebäudes erfordert eine zweigeschossige Tiefgarage, die wirtschaftlich fragwürdig ist. Die notwendigen Pkw- und Fahrradstellplätze sind nachgewiesen.

  • 1. Rundgang

    Nach einem 1. Rundgang sind folgende Entwürfe aus dem Verfahren ausgeschieden. In einem 2. Rundgang wurde die Rangfolge der Preisträger und Anerkennungen der Engeren Wahl festgelegt.

    Architekturbüro Berse, Hannover

    Architektin BDA Beate Burhoff | Architekt BDA Klaus Burhoff

    Mitarbeiter: Dipl.-Ing. Architekt Hans-Jörg Meier, Dipl.-Ing. Arch. M.Sc. (Arch) Marta Sofie Radon, M.A. Michela Morgana Guzman und M.Sc. Priscila Schinke

    GRUBERT VERHÜLSDONK Architekten PartGmbB, Berlin

    Mitarbeiter: Matthias Borst und Luise Entrich

    Tenhündfeld Architekten GmbH, Ahaus-Wessum 

    Mitarbeiter: Bernd Bogenstahl, Katharina Arping, Jannik Gerling, Daniela Karnebeck und Caroline Rörick

    SCHOEPS & SCHLÜTER Architekten GmbH, Münster

    Architektin BDA Beate Burhoff | Architekt BDA Klaus Burhoff

    Mitarbeiter: Anna Verena Heitkötter, Melina Heubrock, Mareen Tenhagen, Godwill Mensah und Sina Hanke

    Tor 5 Architekten BDA , Bochum

    Mitarbeiter: M.Sc. Sebastian Jabben, M.Sc. Karina Azzamazoy, M.Sc. Janna Neu und Dipl.-Ing. Matkus Ulmann

    Ellertmann.Schmitz Architekten PartGmbB, Münster

    Mitarbeiter: M. A. Thomas Bergerbusch und M. A. Tanh-Tien Doan

    Architekturbüro Thiel, Münster

    Architektin BDA Beate Burhoff | Architekt BDA Klaus Burhoff

    Mitwirkende: M. A. Architekt Ben Griesche, B. A. Architekt Kristina Kloos, SAL Landschaftsarchitektur GmbH und Gantert + Wiemeler Ingenieurplanung

  • Protokoll

Austellung

 

Die Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse der Auslobung "Wohnprojekt und Kita St. Josefschule in Münster - Städtisches Wohnen und Kinderbetreuung im Südviertel"  findet vom

                                                                                                                                22.11.18  bis  07.12.18

                                                                                                                                von 12:00 – 13:00 Uhr

 

in den Geschäftsräumen der Wohn + Stadtbau (Steinfurter Straße 60 in 48149 Münster) statt. Die einzige Ausnahme ist der 29.11.18, da unsere Verwaltung ganztätig geschlossen ist.